Der Einsatz von Diensträdern für den Hausbesuch ist oft schneller, günstiger und klimafreundlicher
Ambulante Pflegedienste haben viele kurze Dienstfahrten zu bewältigen. Häufig werden dabei aber pro Schicht relativ kurze Strecken von ca. 30-40 km zurückgelegt. Diese lassen sich bequem, oft schneller, vor allem aber kostengünstiger mit einem Elektrorad, dem sogenannten Pedelec, zurücklegen. Pedelecs sind Fahrräder mit Trittkraftverstärkung. Mit ihnen lassen sich mit moderatem Kraftaufwand bis zu 25 km/h erreichen. Hohe Treibstoffpreise machen das Elektrorad zur attraktiven Alternative für Firmen, die täglich im städtischen Raum unterwegs sind. Einige Pflegedienste im Bundesgebiet nutzen bereits erfolgreich Pedelecs zur Patientenbetreuung.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) startet ab sofort mit dem Modellprojekt „Pflegedienste machen mobil – Mit dem Elektrorad zur Patientin“. Ambulante Pflegedienste können in diesem Rahmen Elektrofahrräder kostenlos in mehrwöchigen Praxistests unter realen Arbeitsbedingungen ausprobieren sowie unentgeltlich eine individuelle Kosten-Nutzen-Analyse in Anspruch nehmen, um die ökonomischen Vorteile auszuloten. Pflegedienste, die eine Umstellung ihres Fuhrparks auf Elektroräder in Erwägung ziehen, unterstützt der BUND zudem bei der Entwicklung eines tragfähigen Umstellungsmodells. „Jeder Dienstwagen, der durch ein Elektrorad ersetzt wird, kann einem Betrieb nicht nur einen Kosten- und damit Wettbewerbsvorteil verschaffen, sondern schont auch das Klima, sagt Siecke Martin vom BUND Bremen.
Im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projektes werden fünf Pflegediensten kostenlos für mehrere Wochen vier moderne Elektroräder zur Verfügung gestellt. Bremer Pflegedienste mit mindestens zehn MitarbeiterInnen, die Interesse haben, an diesem Projekt teilzunehmen, wenden sich bitte an Frau Siecke Martin vom BUND, Tel. 0421-79002-43, siecke.martin@bund-bremen.net.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Siecke Martin, BUND Bremen, Tel. 0421-79002-43

