Antrieb:
Motor im Hinterrad:
- Kein Durchdrehen durch hohem Gewicht auf Hinterrad
- Keine Nabenschaltung möglich, nur Kettenschaltung
Motor im Vorderrad:
- Schwerpunktausgleich zum Hinterrad (stabilere Straßenlage)
- Vorderrad kann durchdrehen (weniger Gewicht auf Vorderrad)
- Jeder Schaltungstyp möglich, Rücktrittbremse auch
- Vorwiegend beim Nachrüsten verwendet
Motorantrieb im Tretlager:
- Jeder Schaltungstyp möglich, Rücktrittbremse auch
- Doppelbelastung des Antriebsstrang durch Motorkraft und Beinkraft
- Ausgereifte und zuverlässige Variante
Akkumulatoren (Akkus):
- Entscheidender Faktor für Nutzbarkeit, Betriebssicherheit und Betriebsradius der E-Räder
- Energiedichte und Wirkungsgrad wird ständig verbessert
- Lebensdauer abhängig von:
- Qualität der verbauten Materialien
- Umgebungstemperatur
- Bei NiMH Pflege des Akkus, d.h. immer komplett (Ent-)Laden
Blei-Gel-Akku
- Schwer und umweltbelastend => wird nicht mehr verbaut!
Nickel-Cadmium-Akku (NiCD):
- Lebensdauer bis 1000 Zyklen
- Hoher Memory-Effekt
- Hohe Selbstentladung
- Cadmium umweltbelastend – VERBOTEN!
Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH):
- Doppelte Energiedichte ggü. NiCD
- Kein Memory-Effekt, dafür aber Batterieträgheitseffekt (Stärke: 10% vom Memory-Effekt)
- 600-1000 Ladezyklen (mit sog. intelligenten Ladegeräten um Überladungen zu vermeiden)
- Empfindlich gegen Überhitzung
Lithium-Ionen-Mangan-Akku (Li-Ion MN auch nur Li-Ion):
- 20% mehr Kapazität als der NiMH
- Hohe Energiedichte
- Keine Brand- bzw. Explosionsgefahr
- Bis 3000 Ladezyklen möglich
- Selbstentladung sehr gering
- Kein Memory-Effekt
- Als umweltfreundlich eingestuft
Lithium-Polymer-Akku (Li-Pol):
- Weiterentwicklung des Li-Ion (noch höhere Kapazität)
- Sehr empfindlich gegen Überladung, Tiefentladung, Hitze (> 60°C), Kälte (< 0°C)
- Weiterentwicklung sehr schnell (um negative Effekte auszumerzen)
Akku-Fachbegrifflichkeiten:
Bremsenergie-Rückgewinnung:
Umstrittenes Thema ob der Notwendigkeit: Rückgewinnung ca. 5-10 %.
Memory-Effekt:
Bei NiCd-Akku: Kapazitätsverlust durch häufige Teilentladungen; Memory-Effekt ist durch wiederholtes Komplett-Entladen und anschließender Vollladung rückgängig gemacht werden, so kann die Ausgangskapazität zurückerlangt werden.
Batterieträgheitseffekt:
Der Memory-Effekt bei NiMH-Akkus. Liegt bei ca. 10% des Memory-Effekts des NiCd-Akkus. Kann durch 4-6 vollständige Lade-und Entladezyklen eliminiert werden.
Selbstentladung:
Auch wenn kein Verbraucher angeschlossen ist, tritt dieser Effekt bei allen Akkus (in unterschiedlicher Intensität) auf. Hohe Temperaturen beschleunigen Entladevorgänge, kalte verlangsamen sie.
Tiefentladung:
Entladung des Akkus unter 0,9 bis 1 Volt Entladeschlussspannung. Akkus können beschädigt oder sogar zerstört werden.
Überladung:
Nach vollständigem Aufladen weitere Beladung – so genannte intelligente Ladegeräte verhindern dies.
Akkuposition:
- Gute Zugänglichkeit bzw. leichtes Herausnehmen zum Laden
- Einfluss auf Fahrradschwerpunkt und damit Fahrverhalten
Am Gepäckträger:
- Hecklastiger Schwerpunkt
- Unschicke Verkabelung
- Beispiel: Ultra Motor
Im Sattelrohrbereich:
- Gute Zugänglichkeit
- Gute Gewichtsverteilung
- Kurze Verkabelung, wenn kombiniert mit Tretlagermotor
- Beispiel: Panasonic
Flaschenhalterösen:
- Gute Zugänglichkeit
- Gute Gewichtsverteilung
- Gut für Nachrüstakkus
- Beispiel: BionX
Im Rahmenrohr:
- Unauffällige Variante
- Gute Gewichtsverteilung
- Spezieller Rahmen nötig
- Beispiel: Gocycle